Sonnenschirm – Geschichte der Wetterschutzlösung
Der Sonnenschirm hat eine Geschichte. Ganz gleich ob Ampelschirm, Trichterschirm oder klassischer Gastroschirm mit Mittelmast: Gastronomieschirme, wie Sie uns heute allerorts auf den Terrassen der Außengastronomie begegnen, sind tatsächlich ein 4.000 Jahre altes Kulturgut. Damit blicken Sonnenschirme blicken auf eine lange Geschichte zurück, die wir uns als Schirmprofis in unserem Terrassen-Blog natürlich einmal genauer angeschaut haben. Kommen Sie mit uns auf eine Zeitreise – zurück zu den Anfängen des Sonnenschirms und ergründen Sie seine Geschichte mit uns.
Der Sonnenschirm und seine Geschichte
Der Sonnenschirm und seine Geschichte, die im Laufe der Jahre eine wahre Erfolgsgeschichte wurde, nimmt ihren Anfang im Altertum. Abbildungen wie Vasenbilder oder Gemälde sowie Texte aus dieser Zeit zeigen beziehungsweise erwähnen Gottheiten und Herrschende mit Schirmen aus Bambus, Stroh und Ölpapier. Während heutige Gastro-Sonnenschirme Ihrer Kundschaft schattige Plätze auf Restaurant- oder Hotel-Terrassen bescheren sollen, dienten die Exemplare in der Antike zur Machtdemonstration bei Prozessionen. Ein positiver Nebeneffekt war die vornehme Blässe, die damals ein unverkennbares Zeichen für Wohlstand war.
Im 16. Jahrhundert wurden aus den leichten Schirmchen aus Bambus, Stroh und Papier schwere, stabile Schirme aus Fischbein, Horn oder Holz, die mit Stoffbahnen aus rotem Samt bespannt wurden. An der Funktion der Sonnenschirme hatte sich in der Geschichte bis dahin noch nichts geändert, fungierten sie doch weiterhin als Ausdruck von Wohlstand – inzwischen aber auch für das Bürgertum, das Schirme vermehrt als Mode-Statement einsetzte.
Sowohl optisch als auch funktional brachte das 17. Jahrhundert einen weiteren Wandel für Sonnenschirme und ihre Geschichte: Insbesondere in den Adelskreisen Mitteleuropas wurde nun bei Schönwetter und Sonnenschein auf kleine, leichte Schirmchen als modische Accessoires gesetzt, die nicht mehr vom Personal getragen werden mussten.
Anfang des 19. Jahrhunderts erkannte man, dass Schirme ebenso dem Regen wie der Sonne Einhalt gebieten können. Anstelle von Kapuzen und Hüten griffen jetzt immer mehr Menschen auf praktische, wetterfeste Schirme zurück. Darüber hinaus wurde eine Sonnenschirm-Innovation entwickelt, die sogenannten Knicker, die dank knickbarem Griff auch schräg einfallende Sonnenstrahlen abschirmten. Abgesehen davon wurden Pagodenschirme mit einer höheren Schirmdach-Spitze – häufig verziert mit Spitze, Fransen und Rüschen – auf Fotografien und Gemälden präsentiert. So blieben Sonnenschirme in der Geschichte für lange Zeit ein Symbol für Reichtum und Eleganz, bis die Standesgrenzen ab den 1920er Jahren allmählich verschwanden; und mit ihnen die Adelsschirme. Dies gilt zumindest für die meisten westlichen Kulturen, in denen sonnengebräunte Haut die vornehme Blässe als Schönheitsideal ablöste.
Mit der Entwicklung des Sonnenschirms beziehungsweise seiner Geschichte war es damit jedoch noch nicht aus. Aus tragbaren, kleinen Schirmen wurden kurzerhand Großschirme für weitläufige Flächen im Außenbereich, als immer mehr über die hautschädigende Wirkung von UV-Strahlung bekannt wurde. Zu diesem Zweck kamen Materialien wie Aluminium, Polyester und Acrylfasern zum Einsatz, um Allwetterschirme herzustellen, die gleichzeitig groß, leicht, platzsparend und langlebig waren. Bestes Beispiel hierfür sind die Trichterschirme, die als Schattendächer für die Pilgerstätte in Medina sowie für den Vorplatz der Al-Hussein Moschee in Kairo zum Einsatz kommen.
Ampelschirm, Trichterschirm und weitere Lösungen für die Gastro
Ampelschirme, Trichterschirme und andere moderne Varianten des klassischen Sonnenschirms sind inzwischen so viel mehr als bloßer Schattenspender. Auf den Terrassen der Gastronomie werden Ampelschirme und Trichterschirme, bedruckt mit Werbebotschaften und Slogans sowie versehen mit Lichtsystemen und Heizstrahlern zu wahren Allround-Talenten: Sie punkten mit Design und Ästhetik, spenden angenehme Wärme und setzen Lichtakzente und schaffen auf diese Weise ein Ambiente zum Wohlfühlen. Vor Sonne und Regen schützen sie natürlich weiterhin!





